Senioren WG gründen leicht gemacht

Im Alter nicht alleine zu sein und Hilfe im Alltag zu erhalten, ohne dafür sein selbstbestimmtes Leben aufgeben zu müssen – das wünschen sich viele ältere Menschen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Leute dazu entscheiden, eine Senioren WG zu gründen. Diese stellt eine gute Alternative zum Alten- oder Pflegeheim dar, geht jedoch mit einer sorgfältigen Organisation und Planung einher. Hier bekommen Sie Tipps und Tricks zum Thema Senioren WG gründen.

 

Die Senioren WG gründen – welche Vorteile bietet das?

Eine Senioren WG bietet im Gegensatz zu einem Pflege- oder Altenheim die Möglichkeit, sein Zuhause selbstständig und in Zusammenarbeit mit den anderen Bewohnern zu gestalten. Es spielt keine Rolle, ob man eine neue Senioren WG gründet oder ob man sich einer bereits bestehenden WG anschließen möchte. Wichtig ist, sich vorher umfassend über die Besonderheiten der jeweiligen WG zu informieren.

Grundsätzlich ist diese Wohnform eine wunderbare Möglichkeit, ein großes Stück Selbstständigkeit zu behalten und dennoch zu jedem Zeitpunkt auf die Hilfe von anderen Menschen zurückgreifen zu können, falls nötig. Menschen die eine Senioren WG gründen haben somit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft. Sie haben mehr Kontakt zu anderen Menschen und finden durch das Senioren WG gründen bestenfalls neue Freunde oder Lebenspartner.

 

Auf die Mitbewohner kommt es an

Das vielleicht wichtigste, wenn man eine Senioren WG gründen will, sind die Mitbewohner. Hat man beispielsweise Freunden, mit denen man eine  WG Gründen will, stellt das meist kein Problem dar. Man kennt sich, kennt die Gewohnheiten und das Verhalten. Bei fremden Menschen sollte man sich schon sehr sicher sein. Man muss unbedingt vorher herausfinden, ob man mit den Menschen gut auskommen kann, ob man sich sympathisch ist und die gleichen Interessen besitzt. Beispielsweise ein ein zusammenwohnen als Test für 2 Wochen Klarheit schaffen, oder längere Gespräche über einen gewissen Zeitraum. Am Ende sollte man sich immer die Frage stellen: Kann ich mit diesem Menschen die nächsten Jahre auf engstem Raum zusammenwohnen.

 

Senioren WGs und das Heimgesetz – was man wissen sollte

Pflege- und Altenheime unterliegen in Deutschland dem Heimgesetz und werden daher vom Staat überprüft. Bei einer Senioren WG ist dies nur in bestimmten Fällen so, denn hier kommt es darauf an, wie stark die Bewohner der WG auf Betreuung von außen angewiesen sind. Wenn sich die Senioren nicht mehr selbst versorgen können und rund um die Uhr eine Betreuung benötigen, dann ist dies im Grunde ein Zustand wie in einem Pflegeheim – und damit greift auch das Heimgesetz.

 

Es gibt bislang allerdings keine eindeutigen Regelungen dazu, ob eine WG für Senioren dem Heimgesetz unterliegt, teilweise kommt es auch auf das jeweilige Bundesland an. Das liegt daran, dass das Heimgesetz nur so weit greift, bis die Bundesländer selbst eigene Regeln festlegen – und dies ist bei manchen der Fall. So plant die baden-württembergische Regierung derzeit eine Angleichung des Heimgesetzes an moderne Wohnformen für Senioren. Wenn eine WG staatlich nicht überprüft wird, dann müssen sich die Bewohner auch entsprechend selbst versorgen.

 

Mietvertrag & Co. – was bei der Organisation einer Senioren WG zu beachten ist

Ein entscheidender Punkt, den man gemeinsam mit den anderen WG-Bewohnern besprechen muss, ist der Wohnort: Es muss entschieden werden, ob man ein ganzes Haus oder eine Wohnung anmieten möchte. In diesem Zusammenhang spielt der Mietvertrag eine wichtige Rolle. Bei Senioren WGs ist es unabdingbar, dass es klare Regelungen betreffend des Ausscheidens eines Mitbewohners geben muss. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei dieser Wohnform pro Mieter einen einzelnen Mietvertrag aufzusetzen. Das bedeutet, dass der Vermieter für jeden Bewohner einen eigenen Mietvertrag bereithält. Der Mieter haftet dann in der Regel nur für seine Miete bzw. seine eigens genutzten Räumlichkeiten und den Schäden, die von ihm verursacht worden sind. Wenn ein Bewohner die WG verlassen möchte, dann stellt das für die anderen Senioren in der Regel kein Problem dar. Mit dem Vermieter kann darüber hinaus vereinbart werden, dass auch die Senioren ein Mitspracherecht dabei haben, wer der neue Mitbewohner wird.

 

Fördermöglichkeiten für Senioren WGs

Einerseits ist es für ältere Menschen schön, durch eine Senioren WG täglich die Gesellschaft von Anderen zu haben, andererseits bringt diese Wohnform auch zahlreiche finanzielle Vorteile mit sich. Man teilt sich die Miete und die Nebenkosten, weiterhin kann man sogar in Deutschland Förderungen erhalten. Ehe man in ein Haus oder in eine Wohnung einzieht, müssen häufig Renovierungen vorgenommen werden – gerade bei Senioren ist dies wichtig, damit die Räumlichkeiten auch altersgerecht eingerichtet sind.

Dank des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) erhält man als Bewohner einer ambulanten Wohngruppe für einen barrierefreien Umbau pro pflegebedürftiger Person 2.500 Euro. Die Förderung ist sogar bis zu 10.000 Euro pro WG möglich.

 

Weitere Informationen zum Thema Senioren WG und Senioren WG gründen erfahren Sie hier: www.welt.de/finanzen/immobilien/article146125879/Es-muss-nicht-gleich-das-Senioren-Heim-sein.html

 


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