Eine Senioren WG auf dem Bauernhof

Im Alter aufs Land in eine Senioren WG auf dem Bauernhof ziehen und Landschaft nebst Gemeinschaft genießen. Klingt verlockend oder? Viele Senioren oder Noch-Erwerbstätige, die sich auf der Schwelle zur Zukunft als Rentner, als Pensionär oder als Privatier befinden, machen sich Gedanken über ihren nächsten Lebensabschnitt. Der kann durchaus mit einer Lebens- und Abenteuerlust verbunden sein, etwas ganz Neues, bisher noch nicht Erlebtes auszuprobieren. Dazu gehören die Lebensform sowie der zukünftige Lebensmittelpunkt. Jedem sozial eingebundenen Menschen ist es ein Graus daran zu denken, jahrelang allein zu leben und zu wohnen. Das spätere Alters- oder Pflegeheim ist eine Zweckgemeinschaft für Gleichbetroffene. Das Gegenteil dazu ist die Wohngemeinschaft für Gleichgesinnte. Der Unterschied zwischen beidem ist gravierend bis hin zu lebensentscheidend. Eine ganz neue, bisher höchstens im Urlaub erlebte Lebensform auszuprobieren, hat ihren ganz besonderen Reiz. Wer kein Bauer oder Landwirt ist, der hat in der Stadt gewohnt und gelebt. Und so ist die Essenz aus diesen Überlegungen eine Senioren-WG auf dem Bauernhof.

 

Senioren WG Bauernhof = Arbeit hält gesund und macht Spaß

 

Die Senioren-WG Bauernhof ist naturgemäß mit täglicher Arbeit verbunden. Eine wichtige Voraussetzung für das Wohlergehen sowie für ein gedeihliches Miteinander sind die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Handelt es sich bei dem Bauernhof und den WG-Wohnungen um Eigentum jeden einzelnen Bewohners, oder aber um ein Mietverhältnis zwischen WG-Bewohnern und dem Hofeigentümer. Die Beantwortung dieser Frage betrifft ganz automatisch viele andere Punkte mit zumeist finanziellen Auswirkungen. Jedem WG-Bewohner muss bewusst sein, dass alle anderen auf ihn, auf seine Zuverlässigkeit, auf sein Knowhow und auf seine Leistungswilligkeit zählen. Je mehr Arbeit vorhanden ist, umso mehr Arbeit muss verteilt werden. Fällt einer aus, bleibt desto mehr Arbeit für die anderen WG-Bewohner zu tun. Und, wer in eine Bauernhof-Senioren-WG zieht, der muss buchstäblich Spaß an der Arbeit haben. Wer sich als Schöngeist rund um die Uhr mit Büchern und Literatur beschäftigt, oder wer als Vielsurfer die Stunden am PC verbringt, der ist hier auf dem Bauernhof fehl am Platz.

 

Die Chemie zwischen allen WG-Bewohnern muss stimmen

 

Auf einem Bauernhof, gleich ob bewirtschaftet oder nicht, fällt täglich eine Vielfalt an wiederkehrenden Arbeiten an. Viele Tätigkeiten greifen ineinander über. Eines der Senioren-WG-Ziele auf dem Bauernhof ist ein weitgehendes Selbstversorgen. Das ist spannend und spart Geld. Damit das erfolgreich funktioniert, sind das ganze Jahr hindurch viele einzelne Arbeitsschritte notwendig. Sie müssen ausnahmslos erledigt, sie können weder übersprungen noch weggelassen werden. Tut es der eine nicht, muss es der andere tun und auch können. Wer gut gärtnert, kann noch lange nicht gut kochen und umgekehrt. Die Senioren müssen sich, ganz einfach gesagt, einander mögen, sie müssen in ihrer neuen, selbstgewählten Lebenssituation gut miteinander auskommen können und den festen Willen dazu haben. Das Geschick liegt in einem Höchstmaß an Toleranz bei gleichzeitigem Bewahren der eigenen Individualität.

 

Der Vorteil: Ein Straff organisierter Tagesablauf mit Wochen- und Monatsplan

Der Bauernhof liegt naturgemäß abseits des Ortskerns, und damit auch nicht am Verkehrsstrang des öffentlichen Personennahverkehrs. Fahrzeug und Fahrer sind für notwendige Fahrten sowie Besorgungen unerlässlich. Transportmöglichkeiten sind ebenso wichtig wie die Mitfahrgelegenheit für mehrere WG-Bewohner. Ohne hierarchisch zu handeln oder zu denken muss die Senioren-WG auf dem Bauernhof dennoch personell sowie strukturell straff organisiert sein. Jeder WG-Bewohner hat seinen festen Platz, sein Aufgabengebiet und die dazugehörige Verantwortung. Für jedes Arbeitsgebiet sollte es einen „Ersatz“ geben, der sofort übernehmen kann. Die „gute Bauernstube“ ist ohnehin der Gemeinschaftsraum für das tägliche Beisammensein. Dazu gehört eine Wochenbesprechung, an der alle teilnehmen und sich einbringen, sich mit ihrer Meinung Gehör verschaffen. Die WG braucht keine Hausordnung, wohl aber einige Richtlinien als ein „Korsett“, an das sich alle halten wollen, können und letztendlich müssen.

 

Der Charakter einer jeden WG, und ganz besonders auf dem Bauernhof, wird durch die Freiwilligkeit bestimmt. Das Miteinander muss in jeder Hinsicht klappen. Denn im Gegensatz zum öffentlichen Leben kann kein WG-Bewohner für sein Handeln oder Unterlassen „bestraft werden“. Es gibt auch keine Kontrollen, weil die ihrer Wirkung wegen mit Sanktionen verbunden sind oder sein sollten. Die Senioren sind im wahrsten Sinne des Wortes Erwachsene, die sich ihre WG und den Bauernhof selbst ausgewählt haben. Jetzt müssen sie, jeder für sich und alle für die Gemeinschaft, das Beste daraus machen.

 

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Die typische Senioren WG Bauernhof: www.senioren-wohngemeinschaft.de

Weitere Informationen zum Thema: www.lw-heute.de/seniorenwohnen-bauernhof

 


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